Publiziert am
Haus Hagar

Neue Leiterin im Haus Hagar

Pia Engler heisst die neue Leiterin
des Hauses Hagar.

Die vergangenen 7 Jahre war Pia Engler Leiterin des Kinder- und Jugendschutzes und Berufsbeiständin der Stadt Luzern. Die bald 44-Jährige ist eine erfahrene Sozialarbeiterin, die sich stetig weitergebildet hat, zuletzt in Entwicklungsberatung. Bereit für eine berufliche Veränderung, stiess sie auf das Stelleninserat für die Leitung des Hauses Hagar, las die Projekte der St. Anna Stiftung auf der Webseite nach und war «sehr berührt vom humanitären Gedanken, der sich wie ein roter Faden durchzieht.» Sie bewarb sich, bekam die Stelle und trat Mitte März 2017 die Nachfolge von Monika Schnellmann an.

Bis jetzt habe sie mehrheitlich in öffentlichen Verwaltungen gearbeitet, wo wegen der unterschiedlichen Aufgaben eine einheitliche Philosophie kaum gelebt werden könne, sprich: Einem roten Faden zu folgen, sei nicht immer einfach gewesen. Das dürfte sich im und mit dem Haus Hagar ändern. Und: «Der begrenzte stationäre Rahmen reizt mich», sagt Pia Engler. Sie freut sich, Frauen über eine gewisse Zeit hinweg intensiver zu begleiten statt wie bisher im ambulanten Rahmen zu beraten. Auch ist sie gespannt, das Sozialwerk mit seinen Mitarbeiterinnen «von innen» kennenzulernen.

Als Profi weiss Pia Engler, wie sie in ihrem beruflichen Alltag Gewalt und Not begegnen und damit umgehen kann. Sie redet mit ihren Klientinnen und Klienten, denn: «In einer Krise kommt alles auf den Tisch.» Tabus fallen, Verdrängtes und Verschlepptes komme ans Tageslicht, was erleichternd sein könne. Das Erlebte loslassen und verarbeiten ist auch für die Sozialarbeiterin ein Thema. Die Frage, «Was macht das oder jenes mit mir?» müsse beispielsweise im Rahmen einer Supervision im Team beantwortet werden. Dafür brauche es genügend Ressourcen, betont sie.

Mit dem Begriff «St. Anna» assoziiert Pia Engler «eine beeindruckende Gemeinschaft von Frauen mit Mut, Visionen und Herzblut». Was die Schwesterngemeinschaft der Stiftung übergeben habe, sei nachhaltig, «etwas ganz Spezielles und Prägendes», das Ruhe und Klarheit vermittle. Genau das müssten die Frauen, die im Haus Hagar Zuflucht suchten, wieder finden.